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Moby Dick – Der weiße Wal im Rhein
Am 18. Mai 1966 meldeten Rheinschiffer bei Duisburg etwas Unglaubliches: Ein
weißer Wal schwamm im Rhein flussaufwärts. Was zunächst wie Seemannsgarn klang,
war Wirklichkeit: Begleitet von zahlreichen Schaulustigen, darunter Teilnehmer
einer Bundespressekonferenz, schwamm das bald „Moby Dick“ genannte Tier bis
Bonn, bis es umkehrte und rund einen Monat nach seinem Erscheinen in der Nordsee
wie eine Fata Morgana wieder verschwand.
Dieses Ereignis inspirierte die Familie Schmitz zum Bau der MS „Moby Dick“.
Das Schiff wurde auf der Werft Oberkassel gebaut und im Mai 1976 in Dienst
gestellt. Es verkehrt hauptsächlich auf der Rheinstrecke zwischen Bonn und
Koblenz.
Das Schiff hat eine Gesamtlänge von 45,00 Metern und eine Breite von 11,17
Metern. Die Gesamthöhe beträgt 9,60 Meter ab Kiel, der durchschnittliche Tiefgang
des Schiffes liegt bei 1,10 m. Das Leergewicht beträgt ca. 120 Tonnen. Angetrieben
wird das Schiff von drei 6-Zylinder-Dieselmotoren von MAN mit je 200 PS /
147 kW. Zur Stromversorgung befinden sich zwei Stromaggregate an Bord.
Das Schiff besitzt zwei Decks. Das Hauptdeck bietet 229 Personen Platz, wobei
das Heck zu einem getrennten Salon für 66 Personen geschlossen werden kann.
Hier können sich Groß und Klein an speziellen Spieltischen im Schach oder
„Mensch ärgere dich nicht“ messen oder Filme auf einem Flachbildschirm genießen.
Das Freideck besitzt Platz für 200 Personen mit einem Sonnensegel im hinteren
Bereich für etwa 50 Personen. Die maximal zulässige Personenzahl beträgt 496.
Für die kleinen Gäste ist das auffällige „Walfisch-Schiff“ immer ein großer
Spaß, z.B. mit regelmäßigen Fahrten zum Kölner Zoo oder zum Schokoladenmuseum,
dem Piratenfest oder Kindergeburtstagen. Der großzügige und elegante Salon
bildet die perfekte Kulisse für Events wie Rhein in Flammen, Kölner Lichter
oder das große Feuerwerk zum Jahreswechsel. Er bietet jedoch auch ein besonderes
Ambiente für Firmen-Partys, Hochzeitsfeiern oder Jubiläen. Die Moby Dick wird
rasch zum individuellen Erlebnis.
Heiratswillige können sich ab 2011 auf dem Rhein sogar das Ja-Wort geben.
Das Standesamt Bonn bietet an einigen Samstagen im Jahr Trauungen auf der
„Moby Dick" an. Im Heck des Ausflugsschiffes wird der abtrennbare Saal zum
offiziellen Trauzimmer. Gesellschaften bis zu 60 Personen finden dort Platz
und können Zeuge einer Hochzeitszeremonie vor der malerischen Rhein-Kulisse
werden. Das Schiff liegt während der Trauungen an der Anlegestelle Bonn Alter
Zoll. Reservierungen sind sechs Monate vor dem Wunschtermin im Standesamt,
Poppelsdorfer Allee 24 (Eingang Quantiusstraße 1) möglich. Für die Reservierung
eines Samstags ist ein Servicezuschlag von 150 Euro zu zahlen. Für die Trauung
auf der Moby Dick entstehen weitere 100 Euro für die Nutzung des Schiffes.
Die mit allen Schikanen ausgestattete Küche der »Moby Dick« ermöglicht ein
reichhaltiges gastronomisches Angebot: Auf allen Fahrten sind Getränke und
Speisen, Kaffee und Kuchen oder Eis zu erschwinglichen Preisen erhältlich.
Bei Exklusivfahrten können die Gäste sich individuell reichhaltige Buffets
und Snacks zusammenstellen.
Der Bestuhlungsplan zeigt die maximale Kapazität des Schiffes. Je nach Ihren
individuellen Wünschen lässt sich die Gestaltung des Salons umgestalten, z.B.
mit Buffet oder Band, mit Stehtischen oder Tafeln.